Angedacht – das Buch der Bücher

Wie in Dykhausen, so liegt das Buch der Bücher nun auch in der Accumer Kirche vorne auf dem Abendmahlstisch. Keiner kann es dort übersehen! Gut so, schließlich verdient die Bibel große Aufmerksamkeit – nicht nur im Gottesdienst. Die Bibel ist die wichtigste Quelle unseres christlichen Glaubens. Eine Sammlung von Geschichten, Reden, Gleichnissen, Liedern und Gebeten, die es wert sind, dass sie nie mehr vergessen werden. Schwerlich wird die Menschheit Worte finden, die an Tiefe und Kraft über das hinausgehen, was etwa in manchen Psalmen über und zu Gott gesagt wurde. Und es sind eben nicht nur blumige, schöne Worte, die dort zu finden sind, sondern auch solche Worte, die bis heute gerade Menschen aus dem Munde kommen oder auf der Zunge liegen, die mit Gott ringen, die ihn leugnen oder deren Herz voller Klage ist. Unaufdringlich kommt Gott daher. Im Wort – das man überhören kann, dem man widersprechen kann, das man als Buch wegstellen kann. Aber mit diesem Wort möchte Gott uns ansprechen. Er will nicht durch die großen Wun- der ankommen – weil ein Wunderglaube ganz schnell müde wird, wenn die Wunder ausbleiben. Im Wort kommt er, weil das die menschlichste Art ist miteinander in Kontakt zu treten. Bücher sind zum Lesen da; das Buch der Bücher auch. Die Bibel wieder aus dem Regal zu holen oder sich zum 500. Reformationsjubiläum eine neue „Lutherbibel 2017“ zu kaufen – dafür spricht vieles. Denn dann kann ich persönlich entdecken, was ein Lied so ausdrückt: „Gottes Wort ist wie Licht in der Nacht; es hat Hoffnung und Zukunft gebracht; es gibt Trost, es gibt Halt in Bedrängnis, Not und Ängsten, ist wie ein Stern in der Dunkelheit“. Allerdings: Was in der Bibel steht, verschlingt man nicht und sagt – in einem Monat habe ich die durch. Da gibt es Stellen, die wollen durchgekaut werden; Stellen, die kommen einem spanisch vor, manche langweilig. Anfangen zu lesen könnte man mit: 2. Buch Mose 3,1-14 oder Psalm 139 oder Markus 4,35-41. Bibellesepläne gibt es im Internet: www.die-bibel.de. Auf Seite 13 des Gemeindebriefes haben wir für Juni einen Plan abgedruckt. Und vielleicht gibt es bald einen Bibel-Lese-Kreis, der sich einmal pro Monat im Gemeindehaus trifft.

Ihr Pfarrer Christoph Felten